Unsere Stellung bei Kamion. (41)

Unsere Stellung bei Kamion war sehr wichtig, denn von da hätte der Russe die ganze Südfront von der Weichsel ab aufrollen können bei einem etwaigen Durchbruch.
Das Gelände dort ist schon früher Kampfgebiet gewesen, z. B. zur Zeit August des Starken, wie einige Münzenfunde ergeben haben, und im September 1939 war wieder dort ein wichtiger Kampfplatz. Das zeigt nebenstehender Bericht. Auch der Leutnant und Batallions-Adjudant des III. Batallions, Wiese, hat als Hauptmann im Herbst 1939 dort mit seinen schweren Tankwagen gewirkt. Er hat aber Zeit gefunden die alten Stätten wieder aufzusuchen und zu photographieren. Die Windmühle bei Kamien, die wir im Januar 1915 abgerissen haben, weil sie ein zu gutes Ziel bot, ist wieder aufgebaut. Ich will versuchen, Abzüge der Bilder zu bekommen.

* * *

Beim Regiments-Stab war als Ordonnanz Offizier der Leutnant der Reserve Schumann, seines Zeichens Studiendirektor. Er trug schon aus Protest gegen den Brigadier von Saucken mit Vorliebe kurze Mannschaftsstiefeln (sog. Knobelbecher), was den von Saucken bei Offizieren ärgerte. Ich habe Schumann dann meist „den Schulmeister mit den Knobelbechern“ genannt.
Als tapferer Soldat bekam Schumann bei Nowo Georgiewsk das EK I.


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