Als wir die Häuser von Kamion Süd durchsuchten, fanden wir in der Mühle, die nebst Windmühle später abgerissen worden ist, weil das ein zu gutes Ziel bot, ein Faß mit ranziger Butter, dann einige Steingutteller bunt bemalt, einen habe ich noch, und in einem anderen Haus, in dem vorher ein russisches Kavallerie Stabsquartier gewesen war, ein ausziehbares Feldbettgestell und Matratze. Die habe ich dann stets benutzt und viel davon gehabt, denn da brauchte ich nicht auf der kalten Erde zu schlafen. Um die Matratze war eine Zeltbahn geschlagen. Das Feldbett wurde vom Patronenwagen herunter genommen, Zeltbahn aufgeknüpft und fertig war ein trockenes Lager.
Ein am gleichen Ort gefundener Rohrplattenkoffer wurde vom Feldwebel als Kompaniekoffer für alle Listen etc. benutzt. Aus Kamion stammt auch ein Stück selbstgewebtes festes Leinen, oder war es ein Männerhemd, das hat später die Teile einer Tischdecke gegeben.
Nun wurden die Posten weiter vorgeschoben, durch Stolperdraht gesichert, Latrinen angelegt, die Bagage fand einen ordentlichen Hof, und so gingen die Tage bis zum Jahresende hin, einzelne Verluste auf Patrouillen und durch Art.
Beschießungen, besonders vom Nordufer der Weichsel her traten ein. So kam das Jahr 1915 heran.
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