Zwischendurch bis zum 16 1. 1915 wurde die einzelnen Kompanien tagsüber nach rückwärts herausgezogen zum Exerzieren, denn der Regiments-Kommandeur wollten Kompanie Besichtigungen abhalten, hat es auch getan. Als ich einmal exerzierte, kam der Regiments-Adjutant, fragte mich, ob er zusehen dürfe. Ich bat ihn, mich auf Fehler aufmerksam zu machen. Nachher sagte er, die Kompanie wäre tadellos und alle Kommandos richtig gewesen, nur mein Gaul tauge nichts.
Das Pferd, das ich damals ritt, war auch ein alter Klaber und faul, er mußte immer mit der Rute haben, wenn er Trab laufen sollte. Und dann sagte der Adjudant auf meine Frage, wann ich mit der Kompanie besichtigt würde, der Kommandeur könne mich doch nicht besichtigen mit der Kompanie, die bei Chruslin so tapfer gewesen sei, er selbst habe jetzt gesehen, daß die Kompanie tadellos in Zug sei, er würde das melden.
Am 16. 1. 1915 kamen zum Regiement eine Anzahl Offiziere und Offiziers-Stellvertreter. Unter den Offizieren der verrückte Hauptmann von Kachese, von dem Gut Petzow bei Potsdam, der vor dem Kriege das Betreten des Ufers bei seinem Gut vom Wasser aus verboten hatte – über ihn später – und Hauptmann Gerber, ein kleiner Amtsrichter aus Berlin Neukölln und die Offizierstellvertreter Gaebler, Giebelhausen, Grüttefin und andere.
Gaebler kam zu meiner Kompanie (4te genannt Kompanie Huth). Da ich gerade einen dicken Schweinebraten hatte, lud ich ihn dazu ein, was er mir nie vergessen hat.
Wenige Tage darauf bekam Hauptmann Gerber meine Kompanie und ich wurde Zugführer.
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