Zwischendurch bis zum 16 1. 1915 wurde die einzelnen Kompanien tagsüber nach rückwärts herausgezogen zum Exerzieren, denn der Regiments-Kommandeur wollten Kompanie Besichtigungen abhalten, hat es auch getan. Als ich einmal exerzierte, kam der Regiments-Adjutant, fragte mich, ob er zusehen dürfe. Ich bat ihn, mich auf Fehler aufmerksam zu machen. Nachher sagte er, die Kompanie wäre [...]
Archive for the ‘Tagebuch Oblt. Huth’ Category
Bestrafung verlangt wegen Beleidigung von Untergebenen im Dienst. (34)
Wenige Monate später passierte wieder mit Landwehr 8 etwas. Von meiner Feldwache Ende Kamion Nord hatten die 8er eine starke Offizierpatrouille vorgeschickt. Major Schenke und ich waren gerade auf der Feldwache und informierten den Offizierstellvertreter über das Gelände und die Stellungen der Russen. Die Patrouille ging los, kam aber bald zurück, sie war keine 100 [...]
Gefreite Bahr auf Patrouille erschossen (33)
Da am 29. 12. 1914 der Gefreite Bahr auf Patrouille bei der Annäherung an die ihm und keinem von uns bekannte Postenlinie des Landwehr Regiment 8 von den 8ern erschossen worden war, und die Bande noch die Frechheit gehabt hatte, zu melden, als ob wir die Schuld hätten, wurde ich mit den 2 Überlebenden der [...]
Ruhige Tage bis zum Jahresende (32)
Als wir die Häuser von Kamion Süd durchsuchten, fanden wir in der Mühle, die nebst Windmühle später abgerissen worden ist, weil das ein zu gutes Ziel bot, ein Faß mit ranziger Butter, dann einige Steingutteller bunt bemalt, einen habe ich noch, und in einem anderen Haus, in dem vorher ein russisches Kavallerie Stabsquartier gewesen war, [...]
Rahmen für das Bild aus dem Felde (31)
Nach und nach wurde die Stellung ausgebaut. Mit Hilfe von Türen und Brettern aus den Häusern des langgestreckten Ortsteils Kamion Nord wurden winzige Unterstände gebaut, schwacher Draht- und Astverhau angelegt. Ich selbst lag mit dem Feldwebel und dem Sanitätsunteroffizier in dem kleinen aber sauberen Haus dicht am Graben. Der Besitzer muß ein Schuster gewesen sein, [...]
Weihnacht 1914 (30)
Diesen traurigen Anfang der Weihnacht 1914 folgte ein noch wehmütigerer Abend. Aus den Gärten hatten wir einige Tannenzweige geholt, diese steckten wir in die Grabenwand, einige kleine Lichtstumpfe darauf und etwas Goldpapier aus den Häusern um die Ecke, wo die schwarze Madonna von Czenstochau in kleinen Rahmen hing. Das war unser Lichterbaum. Um den Lichtschein [...]
Beim Pinkeln von Granatsplitter getötet (29)
Morgens am 24. 12. 1914, es war gegen 3 Uhr, plötzlich Alarm, alles fertig machen. Abrücken. Auf schmalen Sandwegen ging es durch Wald und Felder. Wohin wußten wir nicht. Als die Berittenen nach vorn befohlen wurden, konnte mein Zossen, ein ganz fauler, kaum an den Marschkolonnen vorbei. Bei der Besprechung erfuhren wir, daß wir eingesetzt [...]

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