Gedanken und Erinnerungen aus der Zeit des I. Weltkrieges 1914 – 1918 Tagebuch Oberleutnant Arthur Huth Kompanieführer und Kriegsgerichtsrat Das, bisher noch nie veröffentlichte, Tagebuch des Frontoffiziers und Kriegsgerichtsrates, Oberleutnant Arthur Huth, erscheint nun erstmals in seiner Originalfassung, aus dem übersetzt, als e-Book. Eindrucksvoll schildert Oberleutnant Huth auf mehr als 300 Tagebuch-seiten, seine [...]
Archive for the ‘Aktuelles Buch’ Category
Aufreibung unseres II. Batallions Lindenau. (42)
Die schweren Kämpfe, die wir ohne Reserven zu haben bei Kamion gehabt haben, sind in der Regimentsgeschichte genau beschrieben, sowohl allgemein, wie (auch) in den Berichten der Kameraden, bes. auch von Wiese. Ich sehe noch immer, wie Wiese, völlig ausgepumpt und verstört vor meinem Graben erschien und die erste Nachricht von der Aufreibung unseres II. [...]
Unsere Stellung bei Kamion. (41)
Unsere Stellung bei Kamion war sehr wichtig, denn von da hätte der Russe die ganze Südfront von der Weichsel ab aufrollen können bei einem etwaigen Durchbruch. Das Gelände dort ist schon früher Kampfgebiet gewesen, z. B. zur Zeit August des Starken, wie einige Münzenfunde ergeben haben, und im September 1939 war wieder dort ein wichtiger [...]
Im Helm auf dem Appellplatz zum Kompanie-Exerzieren. (40)
Einmal im Sommer 1915 ertappte ich Böhm und Nalten, wie sie mit dem Feldwebel Tiegs nachts mauschelten in Gegenwart des Burschen. Ich habe erst einige Minuten zugesehen, mich dann still entfernt und vom Graben aus laut nach dem Offizier von Grabendienst gerufen. Als dann Böhm ankam, habe ich ihm unter 4 Augen das Nötige eröffnet, [...]
Verrat? (39)
Die Mannschaften der Kompanie waren brave Leute, sie waren bald gut einexerziert und gingen drauf. Mich haben alle sehr gern gemocht bis auf den Feldwebel und gehorchten unbedingt. Sie und die später dazugekommenen Ersatzleute waren so, daß bald und stets die 2. Kompanie als forsche Mustertruppe galt und eingesetzt wurde an Stellen, wo es brenzlich [...]
Januar 1916 wurde ich krank. (38)
Als am 17. 7. 1915 meine Kompanie auf Befehl des Regiments als Regiments-Reserve an einem bestimmten Platz stand und ich auf Weisungen durch das Batallion vergeblich auf den Adjutanten Scherler gewartet hatte und mich dann in einigen (…)artigen Häusern zur Ruhe begeben hatte, fing am anderen Morgen Schenke mächtig an zu schimpfen. Ich erwiderte ihm [...]
Unteroffizier der Reserve Naltenius (37)
Ich übernahm dann die 2. Kompanie die nunmehr Kompanie Huth, Batallion Schenke, Regiment Keller, Det. von Westernhagen – so die Feldanschrift – wurde, und zwar an Stelle des Feldwebels Leutnant Czisch. Da fand ich eine heillose Unordnung vor. Kompanie-Feldwebel war der Offiziers-Stellvertreter Fiedler, Eisenbahnpraktikant.

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