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By N2H

Archiv des Monats April 2009

Ruhige Tage bis zum Jahresende (32)

am 13. April 2009 unter Tagebuch Oblt. Huth abgelegt

Als wir die Häuser von Kamion Süd durchsuchten, fanden wir in der Mühle, die nebst Windmühle später abgerissen worden ist, weil das ein zu gutes Ziel bot, ein Faß mit ranziger Butter, dann einige Steingutteller bunt bemalt, einen habe ich noch, und in einem anderen Haus, in dem vorher ein russisches Kavallerie Stabsquartier gewesen war, ein ausziehbares Feldbettgestell und Matratze. Die habe ich dann stets benutzt und viel davon gehabt, denn da brauchte ich nicht auf der kalten Erde zu schlafen. Um die Matratze war eine Zeltbahn geschlagen. Das Feldbett wurde vom Patronenwagen herunter genommen, Zeltbahn aufgeknüpft und fertig war ein trockenes Lager. …den ganzen Beitrag lesen »

Rahmen für das Bild aus dem Felde (31)

am 13. April 2009 unter Tagebuch Oblt. Huth abgelegt

Nach und nach wurde die Stellung ausgebaut.
Mit Hilfe von Türen und Brettern aus den Häusern des langgestreckten Ortsteils Kamion Nord wurden winzige Unterstände gebaut, schwacher Draht- und Astverhau angelegt.
Ich selbst lag mit dem Feldwebel und dem Sanitätsunteroffizier in dem kleinen aber sauberen Haus dicht am Graben. Der Besitzer muß ein Schuster gewesen sein, nach den vorgefundenen Werkzeugen.

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Weihnacht 1914 (30)

am 13. April 2009 unter Tagebuch Oblt. Huth abgelegt

Diesen traurigen Anfang der Weihnacht 1914 folgte ein noch wehmütigerer Abend. Aus den Gärten hatten wir einige Tannenzweige geholt, diese steckten wir in die Grabenwand, einige kleine Lichtstumpfe darauf und etwas Goldpapier aus den Häusern um die Ecke, wo die schwarze Madonna von Czenstochau in kleinen Rahmen hing. Das war unser Lichterbaum. Um den Lichtschein abzublenden, wurde eine Tür über den Graben gelegt, und da hockten wir zur Weihnachtsfeier. Einer oder der andere sang oder pfiff vor sich hin „Stille Nacht, Heilige Nacht“. …den ganzen Beitrag lesen »