Im Ort selbst sah es wüst aus. Die Holzhäuser standen noch, aber alles war durchwühlt. Schnell war ein kleiner Graben bei sonnigem Wetter ausgehoben, dann blieben einige Posten im Graben und die Leute konnten sich in bestimmte Häusergruppen begeben. Die Feldküche kam. Mir wurde vom Sanitäts-Unteroffizier gemeldet, daß ein von den Russen schon durchwühltes Lager [...]
Archive for März, 2008
Furchtbarer Bajonettkampf in Chruslin (21)
Am 17. 12. 1914 hatten wir des Nachts in der Nähe der Chaussee Bielawie – Chruslin gelegen. Bei Tagesanbruch kam der Regiementsadjudant auf der Chaussee angesprengt, teilte mit, daß der Russe abgezogen sei und befahl das Schlachtfeld von Chruslin abzusuchen. Ich rückte ausgeschwärmt mit dem linken Flügel bis nach Chruslin und nun sah ich, wie [...]
Mein Eisernenes Kreuz I. Klasse (20)
Obstleutnat Keller saß auf dem Misthaufen im Vorwerk Przeslawice neben den Art. Beobachtern. – Scherenfernrohr – Er ließ mir sofort eine Tasse heißen Tee bringen, erklärte, um meine Komp brauche ich nicht zu sorgen, die hätten schon gefuttert und lägen in den Scheunen, ich könnte in der Kate mich ausruhen, in der er, soweit möglich, [...]
Nicht schießen (19)
Vorher waren die Leute nach ihren verschiedenen Kompanien wieder getrennt, es waren etwa 9 aber schwache Züge insgesamt in Chruslin, einschließlich der eingesetzten Kompanie Koch. Die Truppen war vollkommen ermattet, ich auch. Da das Pfarrergehöft mit Verwundeten belegt war und dort auch Major Lindenau zu ruhen versuchte, kroch ich zu einigen Unteroffizieren in ein Erbbegräbnis [...]
Die Situation in Chruslin (18)
Das erbeutete Maschinengewehr wurde sofort an der Kirchhofspforte in Stellung gebracht, bedient von einigen Leuten, die einige Tage vorher beim Regiment an dem russischen Maschinengewehr ausgebildet waren. Schnell wurden die Patronengurte mit der Munition der gefangenen Russen bestopft und nun wurden mehrere Gurte verschossen mit im Gelände verstreuten Richtungen.
Russischer Durchbruch in Chruslin (17)
Am 14.12. war der Russe bis zu dem Friedhof vorgedrungen, die Feldwache dort hatte ich vorher zurückgenommen. Dann übernahm Major Lindenau das Kommando in Chruslin, ließ mich aber alles anordnen und unterzeichnete meine Meldungen. Als dann die rechts von Chruslin eingesetzte Kompanie Koch im Bajonettangriff durchbrochen war, ließ ich den nicht beschossenen linken Flügel unter [...]
Beerdigung im Artelleriefeuer (16)
Dort stand auch schwere Artellerie, die das nachher unterstützen sollte, aber trotz aller meiner vorherigen Warnungen und genauen Zielangaben an den jung Artellerie-Leutnant, der kurze Zeit nach Chruslin kam, aber keine Lust hatte, sich selbst von dem gelegentlich beschossenen Dachreiter der Kirche aus zu orientieren, zu kurz nach Chruslin schoß.

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